Herren 2 sichern an einem dramatischen Wochenende den Klassenerhalt in der Badenliga mit nur einem Matchpunkt Vorsprung

Moritz Hoffmann avanciert am letzten Spieltag zum Matchwinner mit zwei Erfolgen im Champions-Tiebreak

Mit zwei 5:4 Erfolgen am Wochenende gegen den TC Markdorf und dem Karlsruher ETV konnten die Herren 2 am Wochenende als Aufsteiger den Klassenerhalt in der Badenliga sichern, immerhin in der höchsten badischen Spielklasse. Die Ausgangslage war äußerst schwierig. Alleine sechs Mannschaften waren noch in direkter Abstiegsgefahr. Dadurch war klar, dass es keine Geschenke geben würde. Deshalb war Teamchef Kevin Lampert ganz besonders gefordert, und der zeigte, was gute Erfahrung ausmacht.

Tabellenzweiter TC Markdorf verliert in Weinheim

Am Samstag ging es gegen den Tabellenzweiten aus Markdorf. Verstärkt mit Jonas Lütjen, aus dem Kader der ersten Mannschaft, konnte ein 5:4 Sieg errungen werden. Nach Siegen von Jonas Lütjen (7:5; 7:6), „Mister Zuverlässig“ Daniel Müller (3:6; 6:1; 10:8) und Sören Brüstle (6:2; 6:1) stand es nach Niederlagen von Moritz Hoffmann, Philipp Schneider und Fabian Brüstle nur 3:3. Mehrere Regenunterbrechungen folgten, und es ging im Günter Kadel Tenniscenter in die Halle. Aber dazu hatten die Markdorfer weder richtig Lust, noch hatte sie das richtige Schuhmaterial dabei. Deshalb wurde aus den Doppeln ein kampfloser 2:1 Erfolg der Weinheimer. Trotz des Sieges stand man plötzlich auf einem Abstiegsplatz, da die Konkurrenz leider gegen den TC 02 spielte.

Dramatischer Wettkampf in Karlsruhe

Gegen den Karlsruher ETV war klar, dass nur ein Sieg die Chance auf den Klassenerhalt bot. Ohne „Spitzenspieler“ der 1. Herrenmannschaft als Verstärkung war das eine mehr als schwierige Herausforderung. Yannick Steinegger (6:2; 6:0) und Daniel Müller (7:5; 6:2) auf Position 2 und 3 konnten ihre Einzel klar gewinnen. Jedoch gingen die Positionen 4, 5 und 6 mit Niederlagen von TC 02-Cheftrainer Philipp Schneider (6:7; 7:6; 11:13), dem ebenfalls noch Jugendlichen Timo Sattler (1:6; 7:6; 5:10) und Sören Brüstle (5:7; 1:6) teilweise sehr unglücklich und äußerst knapp verloren. Für Furore sorgte auf Position 1 der für die TC 02-Jugend U18 spielberechtigte und ebenfalls im Bundesliga-Team 2019 stehende Moritz Hoffmann. Moritz spielte gegen den italienischen ex-Weinheimer aus der Regionalliga Matteo Fago. Mit einem sensationellen 6:1;2:6; 10:6 hielt Moritz den TC 02 im wichtigen, spannenden Rennen um den Klassenerhalt, doch wieder stand es nur 3:3.

Moritz Hoffmann sichert Badenliga 2020

Das Weinheimer Spitzendoppel Steinegger/Müller lies der Karlsruher Nummer 1 und 2 Fago/Blank mit 6:2; 6:3 keine Chance. Das 3. Doppel mit Brüstle/Lampert ging sehr unglücklich im Champion-Tiebreak an die Karlsruher, aber nun war es wieder Moritz Hoffmann, der zusammen mit Fabian Brüstle, eher unerwartet, den noch absolut benötigten Punkt im 2. Doppel beisteuerte. 2:6; 7:5 und 10:8 im Champion-Tiebreak war das Ergebnis. Dieses Match war genau das eine gewonnene Match am Ende einer ganzen Saison, welches den TC 02 vom letzten auf den viert-letzten Platz katapultierte. Der Klassenerhalt in der Badenliga war gesichert.

Schweizer Model macht es spannend

Ob das neue und bisher nur in Baden eingeführte Schweizer Modell gut oder schlecht ist, darüber streiten sich viele Vereine und Funktionäre? Fest steht jedoch, dass es dadurch nicht nur in der Badenliga, sondern auch in anderen Ligen und Wettbewerben wesentlich spannender zugeht. Auch wenn so manche Mannschaft von der neuen Zählweise benachteiligt ist, so ist der Zuschauer hier in jedem Fall der Gewinner. Und darum geht es im Tennissport ja auch. Denn welche Mannschaft beklagt sich nicht darüber, dass zu wenige die zum Teil hochklassigen und oft an Spannung kaum zu überbietenden Spieltage besuchen. Lohnen tut sich das Zuschauen allemal, das hat die Saison 2019 auf jeden Fall gezeigt, daher sollte das Schweizer Modell beibehalten werden.

Foto oben v.l.n.r.: Frank Wintermantel, Kevin Lampert, Daniel Müller, Moritz Hoffmann, Fabian und Sören Brüstle, sowie Timo Sattler. Es fehlen Jonas Lütjen, Moritz Baumann, Yannick Steinegger, Philipp Schneider

Foto unten: Moritz Hoffmann

Moritz Hoffmann
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